April 2009


Campingplatz Natterer See

Campingplatz Natterer See

Ein Ruhetag, ein Regentag!!! Um 9.00 Uhr wecken, in aller Ruhe frühstücken, Waschen, noch ein paar Telefonate führen und dann etwas die Füße vertreten. In Natters an den berüchtigten Frühclubs vorbei. Voll mit lauter Mädels, die bereitwillig ihre Schenkel zeigen und einen beim näherkommen mit großen Augen versuchen zu hypnotisieren und wenn sie genug gefressen haben, bis zu 10 Liter Milch geben. Weiter Richtung Natterer Boden, rein ins erste Gasthaus und dann einen Nachtisch bestellen, einen Kaiserschmarrn. Dass die Portionen des Nachtisches so gross sind wie ein Hauptgericht, wird schnell ignoriert und ein weiterer bestellt, denn wo außer in Österreich bekommt man einen so guten Kaiserschmarrn. Danach gut gefüllt wieder retour und den Tag in Gedanken an die Mädels von Natters und natürlich den Kaiserschmarrn ausklingen lassen und deshalb

Ciao, servus und bis morgen!

Goldenes Dachl

Goldenes Dachl

Hallo erst mal, ich weiß nicht ob Sie schon wußten … Toller Anfang, aber leider fiel mir dieser nicht zur Pressekonferenz ein. Mein Anfang klang eher so wie: Äääh Grüße Sie äääh mein Name ist äh Volker Blum, bin 41 Jahre alt und äh erzähl Ihnen jetzt was (Ich schwöre euch, ich werde nie mehr über unseren Bobbele lässtern). Ganz so schlimm war es anscheinend doch nicht, aber die Hose war gestrichen voll. Ich sag euch: 10 Minuten für eine Liebeserklärung -> zu kurz; 10 Minuten auf die verspätete U-Bahn warten -> angemessen, aber 10 Minuten einen Monolog halten vor der Presse -> viel zu lange.

Danach liefen meine Frau und ich hin und her durch Innsbruck, ohne Ziel, ohne Zeitdruck und ohne Rucksack, herrlich.

Morgen müssen wir noch einen Tag in Innsbruck verbringen, da sich ein Kamerateam für Freitag angemeldet hat, um mich auf der Tour bis zum Brenner zu begleiten. 

Resume nach einer Woche:

-wir liegen voll im Zeitplan (im Gegenteil, wir haben gegenüber dem Autor von dem Buch „Der Goethe-Weg über die Alpen“/ISBN 3-7654-4530-4 einen Wandertag weniger gebraucht).

– keine Komplikationen bezüglich der PD noch beim Diabetes

-und Dorit hatt auch noch nicht das Licht der Welt erblickt.

Ciao, servus und bis morgen!

Blick auf Zirl und Inntal

Blick auf Zirl und Inntal

Startete bei bewölktem, aber föhnfreiem Wetter am Campingplatz in Seefeld zum Tagesziel Natters (bei Innsbruck). Keine leichte Etappe, denn es galt ca. 26 km Wegstrecke, ca 500 Höhenmeter bergab und 300 Höhenmeter bergauf hinter mich zu bringen. Nach einem Kilometer im Zentrum von Seefeld fragte ich gutgelaunt einen Gendarmen nach dem besten Weg gen Innsbruck. Darauhin bekam ich sehr unfreundlich die Auskunft dass dieser Weg (Osten), dieser Weg (Süden) und dieser Weg (Westen) nach Innsbruck gehen. Froh darüber, dass er mich nicht auch noch Richtung Norden schickte, ging ich weiter den Weg, den ich für am besten hielt und dachte mir meinen Teil. Meinen obligatorischen Verlaufer hatte ich dann in Reith (ich glaube, ich sollte die Mehrkilometer doch berücksichtigen) und war dann gezwungen über eine Wiese zum Riedsteig zu gehen. Wandelte dann einsam durch den Wald bergab zum Rasthaus Zirlerberg und kam dort auf die bekannte Straße und da lag sie nun, bereit von mir bewandert zu werden. Ich, die Straße und sonst nichts, denn sie war komplett für den Verkehr gesperrt. Auf dem Mittelstreifen bergab ging es nach Zirl und Kematen. Ab da steil bergan über Götzens nach Natters.

Morgen steht eine Pressekonferenz in Innsbruck an, haltet mir die Daumen, damit ich meine Aktion gut rüberbringe und die Bauchfelldialyse endlich bekannter wird. Werde morgen darüber berichten.

Ciao, servus und bis morgen!

Schmalensee bai Mittenwald

Schmalensee bai Mittenwald

Ziel war Seefeld in Österreich, 24 km, leichte Steigungen, eigentlich ein leichtes Unterfangen. Also zum Abschied ein Küsschen und raus aus dem Wohnmobil. Ein leichter, warmer Wind aus Süden (merke: das ist wohl Fönwind) und es geht frohen Mutes Richtung Mittenwald. An einem Bahndamm verlass ich den Weg und wandere wie in Kindestagen auf den Schwellen weiter (Werter Vater solltest Du die Zeilen lesen, ich schreib das hier nur um Platz zu füllen, ehrlich). In Mittenwald ein kleiner Stop beim Gemüsehändler (kaufe zwei Bananen, kann die Powerriegel nicht mehr sehen) und weiter. Doch dann am Ortsrand ein starker, warmer Wind aus Süden (merke: das ist wohl Fönsturm). Also Brille auf, Bandana ab und ganz wichtig Mund zu (hatte ja erst zwei Bananen). So ging es dann bis kurz vor Scharnitz, wo ein noch stärkerer, warmer Wind aus Süden kam (merke: muß einen Meteorologen fragen, ob es einen Fönorkan gibt). Nach Scharnitz hatte dann der Grosse mit mir ein Einsehen und stellte seinen Fön aus. Erschöpft setzte ich mich auf eine Bank und war dankbar über die Ruhe. In Richtung Seefeld musste ich dann noch ein paar kleinere Schneefelder überbrücken und kam dort nach 6.15 Std. heil und gut gefönt dann an.

Ciao, servus und bis morgen!

Im Wildschutzgebiet Wallgau

Im Wildschutzgebiet Wallgau

„Hallo, Guten Morgen. Äääh, gestern warst Du aber noch kleiner.“ So, oder so ähnlich waren meine Gedanken, als ich heute früh die Wohnmobiltüre öffnete und auf den Kesselberg blickte. Okay wird heute wohl ein bisschen anstrengender. Also Blick nach unten und einen Fuß vor den anderen. In 45 Min. war der Berg geschafft, nun standen noch ca. 22 km vor mir bis zum Tennsee. Am Walchensee entlang bis Einsiedl weiter durchs Wildschutzgebiet durch Wallgau (Tip: ca. 1 km vor Wallgau aus Einsiedl kommend ist ein traumhafter Wasserfall) zum Tennsee.  Dort stand dann tatsächlich der Kommentarschreiber arupi (a Bursch aus Villach) mit einem Radl, allerdings mit einem Motorrad. Ob mit Radl oder Motorrad, ich fand es Klasse.

Bin froh den Tag hinter mir zu haben und festzustellen das alles locker ging, hatte schon bedenken dass ich mich bei dem Anstieg zu sehr verausgaben könnte und noch stehen  ein paar Kilometer bis Venedig vor mir.

Apropos Kommentarschreiber, seid mir bitte nicht böse wenn ich nicht antworte, aber ich schaffe es zeitlich nicht. Aber über jeden einzelnen Kommentar freue ich mich riesig.

Ciao, servus und bis morgen!

dscf0037Wart ihr schon mal im Franz Marc Museum? Nein? Ich schon und zwar heute. Start war, welch Überraschung in Bad Heilbrunn dann  den Umweg über Schögger (zu blöd zum Kartenlesen) nach Bichl, Benediktbeuren nach Kochel am See und dort zum Campingplatz Kesselberg (ca. 19 km). In Kochel am See besuchte ich dann mit meiner Frau das Museum. Wir hatten das Vergnügen eine Gruppe vor uns zu haben, welche einen Museumsführer dabei hatte. Ich sah dann die Bilder mit ganz anderen Augen. Da war nicht nur ein blauer Fleck, nein, das war ein Himmel mit einem kleinen Dorf wo der Bürgermeister ein Kommunist und der Pfarrer ein Erzkonservativer (kam mir irgendwie bekannt vor, vielleicht habe ich da doch was falsch verstanden). Ehrlich, wenn man  einen Führer hat, erst dann versteht man die moderne Kunst. Also schickt mir die Bilder eurer Babys, ich besorge ein paar Führer und dann lasst uns mal über ein Museum reden.

Wie ihr lesen könnt, bin ich noch immer frohen Mutes und freue mich auf die morgige Tour zum Barmsee.

Ciao

dscf00171 Heute trugen mich die Füße bis Bad Heilbrunn (ca. 24 km). Quasi ein Spaziergang im Gegensatz zu gestern, aber landschaftlich ein Traum. Ich glaube die Hälfte der Tour lief ich mit offenem Mund rum (Gott sei Dank noch keine Mückenzeit) vor lauter Eindrücken (die sanften Hügel des Voralpenlandes dahinter die ersten kleineren  Berge und zum Abschluß die noch schneebedeckten Gipfel von Benediktenwand, Herzogstand, Heimgarten usw. usw.und wenn dann noch ein Greifvogel seine Bahnen zieht würde ich sagen: Perfekt. Den Beinen geht es gut und auch Dorit (so wird die erste Blase getauft) hat sich noch nicht gezeigt.

Kurz vor Wolfratshausen

Kurz vor Wolfratshausen

Ich bin ein Star!!! Am Marienplatz warteten heute mehrere Personen auf mich. Darunter ein Chefredakteur einer Zeitung incl. Kameramann und ein Fernsehteam mit fünf Personen. Aber mal ehrlich, ein Star bin ich deswegen noch lange nicht. Interessant war es aber trotzdem zu beobachten wie die Passanten bei den Aufnahmen sich fragten: Hey, ist das nicht der, der den Raab geschlagen hat oder war das der, der letztens DSDS gewonnen hat? Habe es genossen und ihnen natürlich nicht gesagt, dass ich der Kranke bin der über die Alpen will. Sorry.

Das ganze Prozedere dauerte ca. 1,5 Std. bis ich endlich am Deutschen Museum entlassen wurde. Begleitet von meinem Vater und dem Chefredakteur, ging es dann die Isar flußaufwärts bis zum 1. Etappenziel Wolfratshausen. Die ersten 32 km liegen hinter mir.

Jetzt ist aber Schluß, denn es ist 23.30 Uhr.

dscf00032Wow, unser Scheißerchen (das Auto meiner Frau, einen Renault Twingo nennen wir liebevoll so) mutierte in ein Raumschiff. Will heißen wir haben heute unser Wohnmobil abgeholt. 7,00 m lang, 2,35 m breit und 3,05 m hoch genug Stauraum für Kleidung, Wanderausrüstung (incl. den schönen Funktionsunterhosen, Lebensmittel und das ganze medizinische Equipment incl. aller Dialysebeutel für die Dauer von 5 Wochen.

Morgen um 9.00 Uhr in der früh ist Treffpunkt am Fischbrunnen-Münchner Marienplatz und dann endlich nach 10 Monaten Planung  geht es los.

Ich freu‘ mich schon!

Heute war eine Premiere für mich.  Das erste Interview über meine geplante Tour und die Beweggründe dazu. Um 12.00 Uhr wollten wir uns zusammenrufen (die Zeitung wird nördlich des Weißwurstäquators aufgelegt), aber schon in aller Frühe beschäftigte mich die Frage: Was wird mich die Dame wohl als erstes fragen? Hoffentlich versteht sie mein Anliegen. Bring‘ ich meine Gedanken richtig rüber usw. usw. und dann war es soweit. Das Telefon klingelte, die erste Frage (Hiiilfe!!!): Herr Blum, was packen Sie alles in Ihren Rucksack? Die Antwort: Viel Optimismus! (Hey, gar nicht mal so schlecht!). Ab da war das Eis gebrochen. Danke an die tolle Interviewerin.

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